Biographie K2 



Der 8611 m hohe K2 oder Lambha Pahar (in China offiziell: Qogir, auf Chinesisch: ????, in Pinyin: Qiáog?l? F?ng; auch Chogori, Mount Godwin-Austen oder Dapsang; ), auf der Grenze zwischen Pakistan und China gelegen, ist der höchste Berg im Karakorum. Er gehört zum Gebirgsmassiv Baltoro Muztagh. Er ist der zweithöchste Berg der Erde und gilt unter Bergsteigern als weit anspruchsvoller als der Mount Everest, wenn nicht sogar als der schwierigste aller 14 Achttausender. Mit ihm als zweithöchsten Berg der Welt ist das Karakorum nach dem Himalaya mit seinem Mt. Everest auch das zweithöchste Gebirge der Erde. Außerdem erreichen unmittelbar südlich des K2 drei Berge der Gasherbrum-Gruppe ebenfalls eine Höhe von über 8000 m, sodass es nirgendwo so viele Achttausender auf so geringer Fläche wie im Zentralen Karakorum gibt.

Geschichte

Seinen Namen erhielt er von dem britischen Vermessungsingenieur T. G. Montgomerie, der 1856 die Gipfel im Karakorum aus größerer Entfernung kartierte und dabei der Reihe nach durchnummerierte (das K steht dabei für Karakorum). Den scheinbar höchsten Gipfel nannte er K1, den zweithöchsten K2, usw. Zwei Jahre später wurde erkannt, dass der K2 höher als der K1 ist. Zu Ehren von Henry Haversham Godwin-Austen, dem Leiter der Expedition von 1856, wurde der Berg früher auch ?Mount Godwin-Austen? genannt, analog zum Mount Everest. Mittlerweile ist die Bezeichnung K2 aber viel geläufiger.

thumb|left|upright|Der K2 vom Concordia-Platz gesehen

Frühe Besteigungsversuche

Die ersten Menschen, die am K2 kletterten, waren meist Forscher wie Roberto Lerco (1890) und William Martin Conway (1892), die sowohl forschten als auch kletterten. Über ihre erreichte Höhe ist nichts bekannt. 1902 versuchte eine britisch-österreichische Expedition entlang des Nordostgrats den Berg zu besteigen. Sie erreichten eine Höhe von 6600 Metern. Im Jahr 1909 versuchte eine italienische Expedition unter Luigi Amedeo di Savoia, Herzog der Abruzzen, erstmals die Besteigung über den Südostgrat. Diese Route ist heute auch als Abruzzengrat bekannt und ist die meistbestiegene Route am K2. Sie erreichten allerdings nur etwa 6000 Meter Höhe. Erst im Jahr 1938 wurde die Besteigung erneut versucht, wieder über den Abruzzengrat. Der Leiter der Expedition war Charles Houston. Bill House durchstieg als erster die heute Bills Chimney genannte klettertechnisch schwierige Passage am Grat. Paul Petzoldt erreichte eine Höhe von 7925 Metern.

Die Expeditionen von 1939 und 1953

Fritz Wiessner und der Sherpa Pasang Dawa Lama hätten 1939 Himalaya-Geschichte schreiben können. Sie waren Teil einer amerikanischen Expedition und stiegen ohne Flaschensauerstoff. Die schwierigsten Passagen am Berg hatten sie bereits hinter sich, als Pasang Dawa Lama auf Grund der späten Zeit nicht mehr weitersteigen wollte. Er zweifelte an der Gunst der Götter. So drehten sie 230 m unterhalb des Gipfels um. Die bergsteigerischen Schwierigkeiten hätten die beiden wohl nicht mehr aufhalten können. Somit ist der vielleicht schwierigste 8000er bereits 11 Jahre vor der Annapurna fast bestiegen worden.

Der zunächst geplante erneute Versuch am folgenden Tag fand nicht statt, weil die an Pasang Dawa Lamas Rucksack befestigten Steigeisen verlorengingen und sie deshalb nicht über das Eis steigen konnten. Der anschließende Abstieg wurde zur Tragödie, als drei Sherpas und der Amerikaner Dudley Wolfe, vermutlich in einer Lawine, starben. Weder Wiessner noch Pasang Dawa Lama haben je wieder die Höhe von 8382 m erreicht.

Ein Jahr vor der erfolgreichen Erstbesteigung, also 1953, war erneut eine amerikanische Expedition unter Charles Houston am Berg. Sie erreichten eine Höhe von 7800 Metern. Im gleichen Jahr unternahmen Riccardo Cassin und Ardito Desio eine Forschungsexpedition, um weitere Expeditionen vorzubereiten.

Erste Besteigung

Die erste erfolgreiche Besteigung fand am 31. Juli 1954 durch Achille Compagnoni und Lino Lacedelli statt, die Teil einer großen italienischen Expedition waren. Die Nicht-Würdigung der Mithilfe von Walter Bonatti und einem Hunzukuc-Träger bei ihrem erfolgreichen Aufstieg zum Gipfel führte zu Differenzen. Die Expedition wurde von Ardito Desio geleitet, der bereits 1929 und 1953 zu Forschungszwecken am K2 war.

Weitere Besteigungen

In den folgenden Jahren wandten sich viele Bergsteiger zunächst den noch nicht bestiegenen 8000ern zu. Erst 1960 wurde die erneute Besteigung des K2 versucht, die aber zunächst scheiterte. Weitere Versuche wurden 1975 und 1976 unternommen. Die zweite Besteigung gelang einer japanischen Expedition im Jahr 1977 auf dem Weg der Erstbesteiger.

Am 2. Oktober bestiegen Denis Urubko und Serguey Samoilov den K2 von der Nordseite aus. Nie zuvor war der Gipfel zu einem so späten Zeitpunkt im Jahr erreicht worden.

Die Gipfel des K2



Routen

Folgende Routen auf den Gipfel wurden bisher bewältigt www.mounteverest.net


Die meistbegangene Route ist der Weg der Erstbesteiger über den Südostgrat (Abruzzi-Sporn). Dieser Weg führt anschließend auf die Schulter in ca. 7900 m Höhe. Diese Schulter ist auch über die Cesen-Route zu erreichen. Von hier wird üblicherweise der Gipfel in Angriff genommen.

Statistik

(Stand 31.12.2007) Datenbank mit Statistiken von E. Jurgalski

  • Bisher standen 280 Bergsteiger auf dem Gipfel des K2, darunter 7 Frauen
  • 24 Bergsteiger starben beim Abstieg, darunter drei Frauen
  • Insgesamt kamen am K2 bisher 66 Menschen ums Leben
  • Nur vier Bergsteiger waren zweimal auf dem Gipfel
  • Die vier noch lebenden Frauen, die auf dem Gipfel standen, sind Nives Meroi, Eun-Sun Oh, Yuka Komatsu und Edurne Pasaban


Weblinks

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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/K2
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